Brauerei Abwasser

Abwasser in der BrauereiBrauereiabwasser ist grundsätzlich mit zwei unterschiedlichen Schadstoffklassen belastet. Im direkten Brauprozess werden verstärkt biologische Stoffe wie Hefen, Stärke oder Zuckerverbindungen in das Abwasser eingeleitet. Durch die Reinigung von Brauanlagen (Kessel, Rohrleitungen etc.) und die Spülung von Leergut werden auch große Mengen chemischer Reinigungsmittel in das Abwasser von Brauereien eingeleitet.

Teilweise werden von Großbrauereien durch spezielle Abwasserreinigungsverfahren Stoffe wie Kieselgur recycelt und in den Produktionsprozess zurückgeführt. Einige Brauereien verfügen auch über eigene biologische und mechanische Reinigungsstufen, die die Schmutzfracht bei Einleitung von Abwasser in die kommunalen Abwassersysteme (Indirekteinleitung) deutlich reduzieren. Einige Rückstände aus Brauereiabwasser und dem Brauprozess können auch zur Gewinnung von Biogas genutzt werden.

Die Abwässer von Brauereien unterliegen bei einer Direkteinleitung in Gewässer den Vorschriften der zentralen Abwasserverordnung des Bundes (AbwV). Bei einer indirekten Einleitung in die Kanalisation greifen lokale Abwasserverordnungen.

Fakten Brauereiabwasser

  • In Brauereien fallen große Mengen biologisch und chemisch belasteter Abwässer an.
  • Die Abwasserverordnung schreibt für die Direkteinleitung von Brauereien Grenzwerte für Abwasser vor.
  • Abwasserbehandlungsanlagen für Brauereien unterliegen der Genehmigungspflicht.
  • Wichtige Parameter für Brauereiabwasser sind Stickstoff gesamt und der biochemische Sauerstoffbedarf.
Brauerei Abwasser

Abwasser in der BrauereiBrauereiabwasser ist grundsätzlich mit zwei unterschiedlichen Schadstoffklassen belastet. Im direkten Brauprozess werden verstärkt biologische Stoffe wie Hefen, Stärke oder Zuckerverbindungen in das Abwasser eingeleitet. Durch die Reinigung von Brauanlagen (Kessel, Rohrleitungen etc.) und die Spülung von Leergut werden auch große Mengen chemischer Reinigungsmittel in das Abwasser von Brauereien eingeleitet.

Teilweise werden von Großbrauereien durch spezielle Abwasserreinigungsverfahren Stoffe wie Kieselgur recycelt und in den Produktionsprozess zurückgeführt. Einige Brauereien verfügen auch über eigene biologische und mechanische Reinigungsstufen, die die Schmutzfracht bei Einleitung von Abwasser in die kommunalen Abwassersysteme (Indirekteinleitung) deutlich reduzieren. Einige Rückstände aus Brauereiabwasser und dem Brauprozess können auch zur Gewinnung von Biogas genutzt werden.

Die Abwässer von Brauereien unterliegen bei einer Direkteinleitung in Gewässer den Vorschriften der zentralen Abwasserverordnung des Bundes (AbwV). Bei einer indirekten Einleitung in die Kanalisation greifen lokale Abwasserverordnungen.

Fakten Brauereiabwasser

  • In Brauereien fallen große Mengen biologisch und chemisch belasteter Abwässer an.
  • Die Abwasserverordnung schreibt für die Direkteinleitung von Brauereien Grenzwerte für Abwasser vor.
  • Abwasserbehandlungsanlagen für Brauereien unterliegen der Genehmigungspflicht.
  • Wichtige Parameter für Brauereiabwasser sind Stickstoff gesamt und der biochemische Sauerstoffbedarf.
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Benötigen Anlagen zur Behandlung von Brauereiabwasser eine Genehmigung?

Grundsätzlich benötigen alle Abwasserbehandlungsanlagen eine wasserrechtliche Genehmigung. Diese Genehmigungspflicht ergibt sich unter anderem aus § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Liegt für die Anlage eine Bauartzulassung vor, kann die Genehmigung durch eine einfache Anzeige bei der zuständigen Wasserbehörde erreicht werden. Teilweise müssen für Abwasserbehandlungsanlagen auch Umweltverträglichkeitsgutachten nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) durchgeführt werden. Die Einleitung von gewerblichen Abwässern muss nach § 58 des WHG ebenfalls genehmigt werden. Für die direkte Einleitung in Gewässer ist für Abwasser einer Brauerei eine wasserrechtliche Erlaubnis nach § 57 WHG einzuholen.[1]

Welche Parameter sind für Brauereiabwasser relevant?

✅ Die zentrale Abwasserverordnung des Bundes schreibt für direkt in Gewässer einleitende Brauereien Grenzwerte für den biochemischen Sauerstoffbedarf in 5 Tagen (BSB5), Ammoniumstickstoff (NH4-N), Gesamtstickstoff (Nges) und Gesamtphosphor vor. Auch muss das Abwasser auf CSB getestet werden.

» Zum Überblick Abwasseranalysen

Bei der indirekten Einleitung in die kommunale oder städtische Kanalisation können andere Parameter wichtig sein. Teilweise legen kommunale Abwasserverordnungen auch abhängig von der anfallenden Abwassermenge verschiedene Grenzwerte fest. Die Einhaltung der Grenzwerte für Brauereiabwasser hat für die Umwelt und Klärwerksbetreiber eine hohe Relevanz. Für Stickstoffverbindungen und Phosphate schreibt die Abwasserverordnung für Brauereien relativ strenge Grenzwerte vor, da Stickstoff und Phosphate in Gewässern als Dünger für Wasserpflanzen und Algen dienen.

Bei einem übermäßigen Wachstum der Wasser-Flora kann es zu Sauerstoffarmut und Fischsterben in Gewässern kommen. In Brauereien zur Reinigung von Rohrleitungen, Kesseln und Leergut eingesetzte Laugen und Säuren können Wasserlebewesen töten. Außerdem führen zum Beispiel starke Säuren zu Korrosion an Rohrleitungen und Abwasserkanälen. Eine im Jahr 2013 höchstwahrscheinlich durch Abwässer einer Großbrauerei ausgelöste Legionellen-Epidemie zeigt auch die Wichtigkeit von regelmäßigen bakteriellen Kontrollen von Brauereiabwässern – auch wenn diese Kontrollen in der Abwasserverordnung nicht vorgeschrieben sind.

Grenzwerte für das Abwasser von Brauereien laut Abwasserverordnung (AbvW) in mg/l[2]:

  • Biochemischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen (BSB5): 25
  • Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB): 110
  • Ammoniumstickstoff (NH4-N): 10
  • Stickstoff gesamt (Nges): 18
  • Phosphor, gesamt: 2

 

Referenzen:
[1] Land Baden-Württemberg, „Wasserrechtliche Erlaubnis, Abwasser in ein Gewässer einleiten“
[2] Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, „AbwV Anhang 11 Brauereien“

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